Umfrage zur OrganspendeBevölkerung gut informiert, aber weiterhin skeptisch

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Berlin (13.05.2015). Obwohl die Deutschen sich erstaunlich gut in Sachen Organspende auskennen, besitzt nach wie vor nur eine Minderheit einen Organspendeausweis. Das ist ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Barmer GEK unter 1000 Versicherten der Kasse.

"Die Bevölkerung setzt sich intensiv mit der Organspende auseinander, und viele sind prinzipiell auch bereit, Organe zu spenden. Dennoch besitzen trotz zunehmender Aufklärung und Informationskampagnen nur 31 Prozent der Befragten einen Organspendeausweis", so der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Dr. Christoph Straub. Mitverantwortlich für diesen geringen Wert seien die schwerwiegenden Transplantationsskandale der jüngeren Vergangenheit. So gaben 46 Prozent der Befragten an, dass die Organspendeskandale ihr Vertrauen negativ beeinflusst haben.

Ganze 87 Prozent der Deutschen haben sich laut Umfrage schon einmal mit dem Thema Organspende beschäftigt und 83 Prozent wissen, dass man seinen Angehörigen mit einem Ausweis im Ernstfall die schwierige Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme abnehmen kann. Sogar jeder Zweite (53 Prozent) weiß, dass sich auf dem Ausweis auch seine ablehnende Haltung zur Organspende dokumentieren lässt. Straub: "Die Bevölkerung kennt wichtige Details rund um das Thema Organspende. Dennoch ist weitere Aufklärung notwendig, um das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen und die Bereitschaft zu fördern, einen Ausweis bei sich zu tragen."

In den kommenden Tagen informiert die Barmer GEK mit der neuen Ausgabe der Kassenzeitschrift ihre 8,6 Millionen Versicherten erneut umfassend über alle wichtigen Aspekte der Organspende. Zusätzliche Informationen stellt die Krankenkasse im Internet und in ihrem Online-Magazin zur Verfügung. Diese können auch von Nicht-Versicherten abgerufen werden.

Alle Informationen zur Organspende unter:
www.barmer-gek.de/s000105 (Versichertenportal)
www.barmer-gek-magazin.de (Online-Magazin)

Bilder Organspendeausweis zum Download

Presseabteilung der Barmer GEK

Athanasios Drougias (Leitung), Telefon 0800 33 20 60 99-1421
Sunna Gieseke, Telefon 0800 33 20 60 44-3020
E-Mail: presse@barmer-gek.de

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